Brief 12


Lieber  Axel ! Heute kamen mir zum ersten Mal  Z W E I F E L ... ob ich in Brasilien bleibe. Ich weiss nicht, wielange ich es noch aushalte. Das ist nicht meine Welt  - die Armut, das Elend, der Schmutz, die Rueckstaendigkeit, das eingeschraenkte Leben, die Isolation...  Ich habe mich bemueht, es zu moegen, habe gehofft ....  aber wenn ich mir weiter etwas vormache und Theater spiele, werde ich  d e p r e s s i v.
 
Am meisten vermisse ich das freie Leben, das ich gewoehnt bin. Aus dem Haus gehen zu koennen, wann immer mir danach ist, ziel - und planlos durch die Gegend zu ziehen, in der Natur spazieren zu gehen, im Park zu sitzen. Ich kann nicht mal im Auto sitzen bleiben und auf jemanden warten, das macht niemand hier ... weil es gefaehrlich ist.  Brasilianer kennen es nicht anders, fuer die ist die eingeschraenkte Lebensqualitaet und das staendige auf-der-Hut-Sein  Alltag und Normalitaet,  aber nicht fuer mich.
 
Was meinst du ... ?    Ich muss  mir echt etwas einfallen lassen.

 
                                 DEINE                                                 MOM

1 Kommentar:

  1. Dear Mom, no place is perfect and there are always ups and downs. Cant have it all but an attempt to improve the situation is possible.
    Tapetenwechsel hilft! Traveling more to other areas or countries or stay a few month in one place you like.
    The crime, poverty and rift raft in Brazil deterred me as well. Great place to visit but to live can be difficult. Buzios and Leblon is Not Brazil......

    Lets skype

    Greetings
    Axel

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